Friday, 26. February 2016

Hochkarätige Jury beim Abschluss des BSc-Kurses

Christian Friedrich, Jan Fitschen und Peter Joppich bewerten Präsentationen der Studenten.

Die weltweite Digitalisierung schreitet voran und ihre Auswirkungen sind enorm. Der Einsatz digitaler Technologien ändert fast jeden Aspekt unseres Lebens: Wie wir arbeiten, wie wir reisen, kommunizieren, Freunde kennenlernen oder unsere Freizeit genießen. Gerade der Sport ist von dieser Entwicklung stark betroffen und steht am Anfang eines längeren Wandlungsprozesses.

In diesem Kurs wurden digitale Geschäftsmodelle mit olympischen Sportarten in Verbindung gebracht. Aufgabe war es, eine innovative Idee zu entwickeln, wie digitale Technologien und Dienstleistungen als nachhaltiges Geschäftsmodell in den Sport eingebracht werden können. Die Studierenden waren frei in der Wahl der olympischen Disziplin. 76% der teilnehmenden Studierenden haben sich einer Sommersportart verschrieben, wobei Fußball mit einer Beteiligung von 38% aller Studierenden die klare Nummer 1 war. Es wurden aber auch Randsportarten wie Wasserball, Bogenschießen oder BMX Radfahren gewählt. Bei den Wintersportarten weckten neben Skifahren auch Mogulskifahren und Snowboarding die Begeisterung der Studierenden.

Das Format des Kurses war innovativ, denn es wurde ausdrücklich davon abgesehen, eine PowerPoint Präsentation zu erstellen. Angelehnt an einen „Investor Pitch“ sollte ein 2minütiges Video und eine einseitige Executive Summary kurz und farbig schildern, was die Idee ist, welche ökonomischen Effekte sie mit sich bringt, und welche Schritte eingeleitet werden müssten, damit sie umgesetzt werden kann. Zur Abschlussveranstaltung des Kurses, an der alle Videos präsentiert wurden, wurde eine externe Jury eingeladen, um neben der akademischen Sichtweise auch der Sportlerperspektive genügend Gewicht zu verleihen . Christian Friedrich (Vize-Weltmeister im 4er Bob), meinte: „Die digitalen Ideen der Studierenden für den olympischen Sport sind alle durchdacht. Da sind eine gute Handvoll an Konzepten dabei, die ich für umsetzbar halte.“ Das Portfolio an digitalen Business Modellen umfasst Apps, teilweise kombiniert mit Sensoren oder Kameras, Softwareentwicklungen (mit oder ohne Hardware), Crowdfunding, Plattform-Ideen und Virtual Reality. Den kritischen Fragen der Jurymitglieder stellten sich die Teams in kurzen Q&A Sessions.

"Professionell und auf hohem Niveau"

Jan Fitschen (Europameister über 10.000 m und mehrfacher Meister in Distanzläufen), selber auch aktiver Unternehmer, war begeistert: „Die Professionalität der Videos und das durchgängig hohe Niveau der Fragerunden haben mich überrascht.“ Und Peter Joppich (mehrfacher Florettweltmeister im Einzel und Gewinner einer olympischen Bronzemedaille im Team) ergänzte: „Ich habe heute viel gelernt und es sind tolle Ideen dabei, die den Sport wirklich nach vorne bringen können.“ Bleibt den Studierenden nur zu wünschen, dass sie an ihren Ideen dran bleiben und Möglichkeiten zur Umsetzung suchen.