Wednesday, 13. March 2019

Dieser Management-Trend in der Bundesliga ist sinnvoll

Bundesliga-Clubs täten gut daran, ihre ehemaligen Top-Spieler an leitende Management-Rollen heranzuführen. Borussia Dortmund mit Sebastian Kehl, der VfB Stuttgart mit Thomas Hitzlsperger - immer mehr Vereine gehen diesen Weg. Ein Blick in die Wirtschaft bestätigt diese Strategie.

Vor etwa drei Jahren habe ich an dieser Stelle angemerkt, dass systematischer Talentaufbau im Profifußball lohnt – und zwar nicht nur bei den Spielern auf dem Feld, sondern auch beim Team außerhalb des grünen Rasens. Dabei geht es nicht darum, erfolgreiche Ex-Spieler über Nacht in Management- oder Trainer-Positionen zu hieven. Vielmehr sollten Clubs ihre ehemaligen Top-Athleten auf diese Positionen gezielt vorbereiten und mit den nötigen Fähigkeiten ausstatten, um den Herausforderungen im Fußballbusiness gewachsen zu sein.

Ein Blick in die Wirtschaft bestätigt dieses Vorgehen. Denn 77 Prozent aller Neubesetzungen in den Führungsetagen deutscher Konzerne erfolgen durch unternehmensinterne Kandidaten. "High Potentials" werden systematisch durch Job-Rotation, Auslandsstationen, Weiterbildungs- und Studienangebote aufgebaut, um sie auf höhere Führungsaufgaben im eigenen Unternehmen vorzubereiten. Heute sind top ausgebildete Manager in Schlüsselpositionen nötig – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im Fußball. Die Anforderungen im Wachstumsgeschäft Profifußball sind deutlich gestiegen. Ohne ein solides betriebswirtschaftliches Fundament ist es selbst für gestandene Fußball-Profis kaum mehr möglich, im heutigen Konkurrenzkampf zu bestehen.

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